Alle Beiträge von Toni Krettek

Klein-Monaco

Hallo Leute,

1 ½ Wochen ist es nun schon her, dass es in das Monaco des deutschen Supermotosports nach St. Wendel ging. Der Stadtkurs hat immer seine Eigenheiten und verspricht interessante Rennen für Zuschauer und Fahrer. So war es auch in diesem Jahr.

Im ersten freien Training brauchte ich ungewöhnlich lange, um in einen Flow zu kommen. Zudem hatte ich schnell wieder die alten Probleme mit harten Unterarmen. Wenn das schon im freien Training so läuft, ist das meist ein schlechtes Omen. Im Vorfeld haben wir aber schon den Plan gehabt für das zweite Training komplett an meiner Sitzposition zu arbeiten. Wir entschieden uns dazu einen deutlich flacheren Lenker zu nutzen und ich probierte auch etwas an den Hebelpositionen. Es war erstaunlich wie sehr sich die Maßnahme in eine positive Richtung entwickelte. Ich hatte keinerlei weitere Probleme mehr mit meinen Unterarmen.

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Das Zeittraining lief dann ganz ok. Startplatz 11 mit einem Gaststarter vor mir war im Rahmen. Ich wusste auch, dass ich keine perfekte Runde getroffen hatte und dass meine in Sektoren unterteilte Bestzeit ca. eine halbe Sekunde schneller war. Ich war für den Renntag also recht zuversichtlich.

Der erste Lauf startete ganz gut. Mit etwas Gedrängel kam ich auf Platz 9 aus der ersten Runde. Eine Runde später war ich auf Platz 8 und hatte die Vorderleute im Visier. Allerdings hatte ich auch den bis dato führenden der Meisterschaft, Simon Vilhelmsen, im Nacken. Schon in den ersten Runden musste ich einige Angriffe abwehren und das ein oder andere Mal die Kampflinie wählen. Nach ein paar Runden stürzte Gaststarter Romain Kaivers vor mir und ich war bereits auf Position 7 angekommen. Zur Rennmitte kam dann Andreas Buschberger von hinten herangeflogen und machte mit mir kurzen Prozess. Dieser war allerdings zu diesem Zeitpunkt auch mit Abstand schnellster Mann auf der Strecke und eigentlich Podiumskandidat. Auf Platz 8 ging es also weiter. Langsam konnte ich mich an den Schweizer Yannick Bärtschi heranarbeiten und dann auch 2 Runden vor Schluss mit einer beherzten Aktion im Offroad an ihm vorbei gehen. Dies hieß dann am Ende Platz 7. Damit war ich definitiv zufrieden, auch wenn ich durchaus vom Startgewusel in der ersten Runde profitieren konnte. Allerdings konnte ich mich auch über die komplette Renndistanz gegen Vilhelmsen behaupten.

Der zweite Lauf sollte dann leider schon in der ersten Runde gegen mich laufen. Mehrmals fast abgeräumt und eingeklemmt ging ich auf Platz 16 in den Offroad. Durch etwas Risiko kam ich dann als 13. aus der ersten Runde. Vor mir Aufsteiger Andy Roller, der auf der Straße eine durchaus saubere Linie fuhr, während ich die ersten beiden Runden gefühlt keine Bremspunkt getroffen habe. So habe ich dann auch 2 Runden gebraucht, um an ihm vorbei zu kommen. Nach 3 Runden war ich also auf Platz 13. Leider aber mit ein paar Sekunden Rückstand auf die Vorderleute. Die Leistungsdichte im Feld ist dann so hoch, dass ich wirklich hart kämpfen musste, um diese Lücke wieder zu schließen. Ein paar Runden vor Schluss war ich dann in Schlagdistanz zu Bärtschi und auch Bernhard Hitzenberger, der nach einem Sturz nicht mehr in seinen Flow kam und dann zu kämpfen hatte in den Top 10 zu bleiben. Dies beweist das dichte Fahrerfeld, denn in Lauf 1 fuhr er auf das Podium. Zwei Runden vor Schluss hatte ich allerdings einen größeren Schnitzer drin und verlor dabei gleich wieder 2-3 Sekunden. Somit entschied ich mich dazu Platz 12 sicher ins Ziel zu bringen. Durch die beiden vor mir gelegenen Gaststarter bekam ich Punkte für Platz 10 und war somit im Minimalziel der Top 10.

Ende Juni geht es dann in Poznan zur polnischen Meisterschaft weiter. Danach kommen dann Schaafheim und Oschersleben zur IDM.

Bis dahin

#51

Flugplatzkurs in Großenhain

Hi Leute,

letzte Woche stand schon der 2. Lauf zur Supermoto-IDM an. Und zwar mein persönliches Heimspiel in Großenhain. Nach dem guten Auftritt in Harsewinkel war ich durchaus optimistisch, auch in Großenhain eine gute Rolle zu spielen und wollte gerne wieder unter die ersten 10 fahren. Der Wetterbericht hat für Samstag im Prinzip Dauerregen vorausgesagt. Fand ich gar nicht so schlimm, denn unter nassen Bedingungen kam ich in Harsewinkel ja gut zurecht. Wobei die Bedingungen dieses mal mehr als nass waren.

Die freien Trainings waren ok. Ich habe mein Ding gemacht ohne irgendein Risiko einzugehen. Vor unserer Quali hieß es auf einmal Pause. Man wollte abwarten, ob der Regen nachlässt. Die Betonplatten waren teilweise komplett mit Wasser bedeckt, was Aquaplaning zur Folge haben könnte. Es wurde diskutiert und überlegt und am Ende wurde das Training mit ca. einer Stunde Verspätung und weiterhin regnerischen Bedingungen gestartet. Jedenfalls war dann die Quali eine Qual für mich. Ich hatte regelmäßig Verkehr, gelbe Flaggen oder habe selber Fehler gebaut. Dazu kam, dass ich ziemlich bescheiden gefahren bin. Platz 14 und die 4. Reihe waren das ganz und gar nicht zufrieden stellende Ergebnis. Egal, abhaken, die Bedingungen für den Rennsonntag sollten eh ganz andere werden.

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So war dann das Wetter für den Sonntag auch nahezu perfekt und ich war gut motiviert. Der Start zu Durchgang 1 war dann ganz gut und ich konnte ich mich auf Rang 11 schieben. Ich merkte aber schnell, dass ich zu aggressiv fuhr und dennoch nicht an den Vorderleuten dranbleiben konnte. So verlor ich nach ein paar Runden Platz 11 und hatte ab dann auch zu tun meinen 12. Platz gegen Gustafson ins Ziel zu bringen. Letztendlich machte ich trotz arm pump keine größeren Fehler und konnte auf 12 ins Ziel fahren.

Für den zweiten Lauf nahm ich mir vor, auf dem Asphalt mehr laufen zu lassen und im Offroad etwas mehr zu riskieren. Leider machte mir der Start schon einen Strich durch die Rechnung. Lediglich auf Platz 15 kam ich aus der ersten Runde und habe letztendlich fast 2 Runden festgehangen und viel Zeit auf die Vorderleute verloren. Schritt für Schritt kam ich näher an die Gruppe vor mir heran und konnte in etwa zur Rennmitte auf Platz 13 vorfahren. Mein Speed war ganz ok und ich konnte zu 12 und 11 aufschließen. 2 Runden vor Schluss fuhr ich mir aber weider die Arme zu und hab 2 Bremspunkte verpasst, wodurch wieder ca. 2 Sekunden Rückstand zu den Vorderleuten waren. Ich verteidigte noch Platz 13 gegen Joshua Das und dann war das Rennen auch schon beendet.

Wie schon zu Beginn erwähnt hatte ich mir einiges mehr vorgenommen und musste dennoch mit meinem Rennsonntag zufrieden sein. Ich habe zwei fast fehlerfrei Rennen abgeliefert. Ich war pro Runde einfach 0,5 bis 1 Sekunde zu langsam, um mein gesetztes Ziel zu erreichen. Ich weiß wo die Zeit gelegen hat und möchte zum kommenden Wochenende in St. Wendel daran arbeiten und wieder in die Top 10 vordringen.

Also bis dahin.

#51

Alle Jahre Wieder

Hallo Leute. Ruckzuck war es soweit und der erste IDM Lauf stand an. Traditionell trifft man sich zum ersten Kräftemessen in Harsewinkel auf der Sandbahn. Bereits 14 Tage vorher waren wir zum Trainieren und Testen vor Ort. Leider spielte das Wetter absolut nicht mit und somit waren keine aussagekräftigen Abstimmungen möglich.

Auch pünktlich zum Rennwochenende war das Wetter nicht auf unserer Seite. So war es am Samstagmorgen noch trocken. Als unser 1. Freie Training anstand begann es dann aber zu tröpfeln. Es war also wieder nichts mit Abstimmung finden. Das Zweite Training fand dann unter Regen-Bedingungen statt, wobei die Sandbahn noch griffig war. Anders zum Zeittraining. Dort war auch die Sandbahn voll Pampe. Ich brauchte lange Zeit, um meinen Flow zu finden und war zur Halbzeit ca. 3 Sekunden hinter der Spitze. Natürlich viel zu viel. Dann fand ich aber langsam meinen Rhythmus und konnte im Kampf um die Zweite Startreihe mitmischen. Am Ende sprang ein guter 7. Startplatz heraus. Das Gefühl auf dem Motorrad war sehr gut und die Zeiten eng beieinander. Folglich war viel Potenzial für Verbesserungen, wobei auch nach hinten nicht viel Luft war.

Der erste Lauf fand dann unter trockenen Bedingungen statt, wobei die Sandbahn noch recht feucht war. Auch die Wettervorhersage war wackelig. Ich entschloss mich dazu mit dem Regenreifen vorne zu starten. Somit hätte ich leicht einsetzenden Regen gut abfangen können und habe mir auch etwas mehr Sicherheit auf der Sandbahn verschaffen können. Der Start war dann gut. Ich reihte mich nach den ersten Kurven auf Platz 7 ein und konnte bereits in der ersten Runde an Mayerbüchler vorbei. Direkt konnte ich mich an Gustafson hängen und nach wenigen Runden vorbei gehen. Somit war ich auf Platz 5 angekommen, hatte aber bereits ein paar Sekunden Rückstand auf Vorlicek auf Platz 4. Ich probierte Runde für Runde etwas von dem Rückstand weg zu arbeiten. Gegen MItte des Rennens hatte ich dann Bergos-Teamkollege Jan Deitenbach im Nacken und wurde kurzzeitig etwas nervös. Ich merkte aber schnell, dass, wenn ich fehlerfrei fahre, ein Überholen schwer möglich ist. 3 Runden vor Schluss ist mir dann leider in der schnellen Triple Links das Vorderrad beim anbremsen eingeklappt und ich lag lang. So schnell kann es gehen und Platz 5 war futsch. Auf Platz 9 reihte ich mich wieder ein und kam so auch ins Ziel. Die Rundenzeiten waren konstant schnell und ich wusste, dass die Top 5 definitiv machbar sind.

Im zweiten Lauf ging ich dann vorne auch auf den Slick Reifen. Mein Start war dieses mal nicht so gut und ich kam auf Platz 10 aus der ersten Runde. Ich konnte dann noch an Gustafson vorbei gehen und fuhr ein paar Runden auf Platz 9. Ich merkte, wie ich Probleme hatte an der Gruppe vor mir dran zu bleiben. Ich konnte kein richtiges Vertrauen in den Vorderreifen entwickeln. Völlig zu unrecht, da ich zum Rennende mitbekommen habe, dass das Limit des Reifens noch lange nicht ausgeschöpft war. Ich musste nach ein paar Runden noch einen bärenstarken Hitzenberger vorbei lassen und kam nur auf Platz 10 ins Ziel. Ich war mit meinem Fahren sehr unzufrieden. Ich machte viel zu viele kleine Fehler und verfiel fahrerisch in alte Muster. Ich wollte wohl etwas zu viel. Wie gesagt, wurden gegen Ende des Rennens die Rundenzeiten etwas besser und ich kam wieder etwas an die Vorderleute heran. Dies war allerdings zu spät.

Zwei mal Top 10 ist nicht schlecht, wobei ich mir aufgrund der Ergebnisse in den Trainings und meines Speeds in Lauf 1 mehr erhofft hatte. Die größte Erkenntnis des Wochenendes war, dass dieses Jahr alles möglich ist. Meine schnellste Rennrunde im 2. Lauf war nur 0,4 sec langsamer als die des Siegers. Jetzt heißt es weiter an mir zu arbeiten und dann in bereits 2 Wochen beim Heimspiel in Großenhain einen erneuten Angriff auf die Top 5 zu starten.

Bis dahin #51

Finale in Schaafheim

Hi Leute,

letztes Wochenende war es soweit. Saisonfinale in Schaafheim. Dadurch, dass Gustafson und Vorlicek bei den Supermoto of Nations für ihre Länder unterwegs waren, war die Top 10 in der Meisterschaft doch noch möglich. Sogar bis auf Platz 8 könnte es vor gehen.

Aber der Reihe nach. Irgendwie wieder typisch Schaafheim. Je länger das Wochenende ging, desto besser kam ich auf der Strecke zurecht. In der Quali war es dann Startplatz 12. Nicht ganz zufriedenstellend, aber ich hatte schon das Gefühl, dass da noch was gehen kann.

Der erste Lauf begann dann denkbar schlecht. Bis auf P 15 fiel ich zurück, da ich mehrfach den Leuten vor mir ausweichen musste und somit einen riesen Bogen gehen musste. In Runde 1 holte ich mir noch Joshua Das. Ein paar Runden später Christopher Robert und kurz darauf Tobias Hiemer. Dann machte ich mich darauf den Anschluss zur Gruppe vor mir wieder herzustellen. 2 Runden vor Schluss war ich am Hinterrad von Max Banholzer und Bernhard Hitzenberger. Leider war das Rennen zu früh vorbei und ich hatte keine Chance so richtig anzugreifen. Ich wollte auch kein sinnloses Risiko eingehen. Also Platz 12 im ersten Lauf.

Der Start zum 2. Lauf war etwas besser und nach 2 Runden war ich auf Platz 12 mit einer 3er Gruppe vor mir und Max Banholzer im Nacken. Leider bin ich mit ca. 0,2-0,25 Bar zu viel Luftdruck im Hinterrad raus gefahren. Schon in der ersten Runde habe ich gemerkt, dass ich auf der Straße große Grip-Probleme habe. So verlor ich auf der Straße immer etwas an Boden und musste das jede Runde aufs Neue im Offroad zu fahren. So richtig angreifen konnte ich damit nicht. Somit wollte ich einfach auf die Fehler meiner Vorderleute warten. So war es dann auch. Mayerbüchler stürzte, Hitzenberger und Das strauchelten im Offroad und so konnte ich auch mal profitieren und konnte das Rennen auf Platz 9 beenden. Top 10 zum Finale tat nach dem Mist in Cheb nochmal gut.

In der Meisterschaft hieß das dann Platz 9, mit nur 2 Punkten Rückstand auf Platz 8. Das große Ziel Top 10 ist somit erreicht.

Leider hatte ich irgendwie die gesamte Saison mit Trainingsrückständen zu kämpfen. Ganze 26 Betriebsstunden hat die Husqvarna dieses Jahr von mir bekommen. Ein Witz, wenn man eine Deutsche Meisterschaft bestreiten möchte.

Für 2019 haben wir allerdings mit Hilfe von meinem Teamchef Axel Bergfeld, Zygmunt Chadrysiak und Metzeler ein Super Paket auf die Beine gestellt. Das stimmt mich sehr zuversichtlich. Dadurch ist es auch möglich wieder ein MX-Bike zum Trainieren zu haben. Ich denke da geht was.

 

Bis dahin

#51

Enttäuschendes Wochenende in Cheb

Hallo Leute,

letztes Wochenende ging es für die Supermoto DM ins tschechische Cheb. Die Veranstaltung ist von mir ja mittlerweile völlig verhasst. Im Prinzip ist das Ganze dort keiner DM würdig. Jedes MX Clubsport Rennen strahlt einen professionelleren Eindruck aus. Man schafft es dort seit Jahren nicht einmal den Offraod zu präparieren und wir fahren da eine DM. Nunja es hieß das Beste daraus zu machen.

Das Zeittraining lief mittelprächtig. Am Ende fehlt mir eine Sekunde pro Runde, um in meinem gewohnten Umfeld zu fahren. Mir liegt die Strecke einfach nicht und ich weiß nicht einmal warum.

Der Start zum ersten Lauf war allerdings echt gut und ich konnte mich von Startplatz 14 direkt auf Platz 8 arbeiten. Diesen hielt ich dann auch 2 Runden lang.  Leider ging ich dann kurz zu Boden und musste auf Platz 11 weiter. Dort hatte ich direkt Druck von Deitenbach und Hitzenberger. Diese gingen nach 2 Runden an mir vorbei und kurz darauf überholte mich auch Mayerbüchler. Ich habe mir in den ersten Runden völlig die Arme zu gefahren. Ich wollte mit aller Gewalt mitziehen und wurde sehr verkrampft. Letztendlich bin ich das Rennen auf Platz 14 ins Ziel gerollt und war in meiner schnellsten Runde langsamer als im Zeittraining, obwohl die Strecke wesentlich schneller wurde.

Den zweiten Lauf wollte ich dann völlig locker angehen. Der Start ist mir auch gut gelungen. Leider rutschte Buschberger in der ersten Kurve weg und hat unter anderem mich wie eine Bowlingkugel abgeräumt. Ich konnte nicht ausweichen und stürzte unsanft auf meine rechte Schulter. Dazu ist der Gabelschützer, an dem die Bremsleitung befestigt ist, abgerissen und ich habe schon in die Box geschoben.

Das Rennen wurde dann aber in der ersten Runde abgebrochen und neu gestartet. Aufgrund der Reparaturen am Motorrad musste ich aus der Box heraus starten. Während der Einfahrt in den Offroad merkte ich schon, dass meine Schulter absolut nicht mitspielte und ich musste das Rennen vorzeitig aufgeben. Damit habe ich leider meinen Top 10 Platz in der Meisterschaft verloren und liege ein Rennen vor Schluss auf P11 in der Tabelle.

Ende September geht es nach Schaafheim und dort will ich mir unbedingt wieder einen Platz unter den ersten 10 erarbeiten. 2017 wurde ich in Schaafheim 5.. Also bin ich zuversichtlich, dass da was gehen könnte.

Also bis dahin

#51

Zurück in Oschersleben

Hallo Leute,

dieses mal etwas verspätet mein Bericht zum 4. DM-Lauf in Oschersleben.  Ich hatte die letzte Woche die Verteidigung zu meiner Diplomarbeit und hatte dadurch einfach noch keinen Kopf für meinen Bericht.

Eine Woche vor dem Rennen war ich bereits zum Training in Oschersleben und konnte etwas am Fahrwerk testen und mich in die Strecke hineinarbeiten. Die Strecke war sehr flüssig und rund und hat mir viel Spaß bereitet.

Die freien Trainings liefen gut. Das Zeittraining dann leider weniger. Ich brachte keine vernünftige Runde zusammen. Irgendwie hat das letzte bisschen gefehlt. Startplatz 13 war nicht optimal.

Zum ersten Lauf gelang mir dann aber ein guter Start und ich konnte mich direkt auf Platz  9 schieben. Durch den Sturz von Markus Volz ging es sogar auf Platz 8 vor. Diesen musste ich das gesamte Rennen hart gegen Gustafson verteidigen. Von außen soll es wohl ein paar mal knapp ausgesehen haben. Ich hab ihn allerdings nie neben mir gesehen und dadurch gab es für mich nie ernsthafte Probleme. Im Ziel stand dann somit Platz 8 und war sehr zufrieden.

Der Start zum zweiten Lauf war dann das Gegenteil vom Start aus Lauf 1. Ich wurde eingeklemmt und musste sogar kurz über die Wiese gehen.  Platz 16 nach den ersten Kurven lies nichts gutes erahnen. Recht schnell kam ich auf Platz 14 vor und hing dann das komplette Rennen hinter Joshua Das fest. Dieser konnte seinen Speed immer weiter steigern und wir konnten an die vor uns fahrenden Fahrer aufschließen. Leider fand ich keinen Weg vorbei und wurde, profitierend durch technische Probleme bei Mayerbüchler, nur 13.  Allerdings war mein Speed im 2. Lauf sehr gut. Da wäre bei einem guten Start definitiv mehr drin gewesen.

Unterm Strich aber wieder ein gutes Wochenende. Leider gelingt es mir momentan noch nicht in beiden Rennen gute Ergebnisse einzufahren.

Nun ist erstmal bis Ende August Sommerpause. Dann geht es in Cheb weiter. Leider keine meiner besten Strecken.

Bis dahin

#51

Heimspiel mit Hoch und Tief

Hey Leute,

letztes Wochenende war mein alljährliches Heimspiel auf dem Großenhainer Flugplatz angesagt. Natürlich war ich ordentlich motiviert und Ziel war es zwei mal unter die ersten 10 zu fahren.

Das Wetter war das gesamte Wochenende über sehr durchwachsen. Wind, Nieselregen und stärkere Schauer zwangen mich sogar zum Herausholen meiner Winterjacke. Unterm Strich waren trotzdem immer trockene Bedingungen vorzufinden.

In den beiden freien Training musste ich mich zuerst an die Windverhältnisse gewöhnen. Dazu machte das Fahrwerk noch nicht was ich wollte. Nach Rücksprache mit Rüdi Kranz von Mototech veränderten wir unser Setup und zack, schon lag das Fahrwerk viel besser.

Im Zeittraining ging ich früh raus, um ein paar zügige Runden abzuspulen und das Fahrwerk zu testen. Dann ging ich für ein paar Minuten in die Box und beobachtete die Zeiten. Leider musste ich feststellen, dass ich lange nicht da war wo ich hin wollte. Ich ging dann dennoch motiviert zurück auf die Strecke und konnte mich auf Anhieb 0,7 Sekunden verbessern. Optimal war die Runde dennoch nicht. Leider lockerte sich bei einem Schlag im Offroad mein Motorschutz und klapperte sehr laut vor sich hin. Dies hat mich zu sehr irritiert und ich konnte nicht mehr nachlegen. Platz 13 war nicht schön, aber ich wusste, dass da noch etwas Verbesserung möglich war.

Leider sah es im ersten Rennen gar nicht danach aus. Ich wurde beim Start eingeklemmt und befand mich in einer Verfolgergruppe. Diese war die ganze Zeit über sehr unruhig und von dem ließ ich mich leider anstecken. Ich machte viele kleine Fehler und fand nicht das Vertrauen, um mich durch die Gruppe hindurch zu arbeiten. Platz 14 im Ziel war weit von einem guten Ergebnis entfernt. Außerdem war ich mit meiner fahrerischen Vorstellung das erste mal in dieser Saison echt unzufrieden.

Für den zweiten Lauf nahm ich mir vor aggressiver und konzentrierter aufzutreten. Am Start war es wieder sehr eng, aber ich konnte mich gut durch mogeln, war nach dem Offroad bereits auf Platz 12 und konnte mir Ende der 1. Runde auch noch Platz 11 erkämpfen. Von dem Überholmanöver werde ich noch ne Weile erzählen, denn das hatte es in sich :D. Von dort an war ich die komplette restliche Renndistanz unter Druck, habe meinen Verfolgern aber keine Möglichkeit zum Überholen geboten. Durch 2 Stürze und eine Strafe wurde ich noch auf Platz 8 vor gespült und war damit durchaus zufrieden. Top 10 war wenigstens im 2. Lauf erfüllt, der Speed war besser und ich spulte konstant meine Runden ab. Von der zweiten bis zur vorletzten Runden lagen all meine Rundenzeiten innerhalb von 0,5 Sekunden. Darauf kann man aufbauen.

Ein großer Dank gilt allen, die da waren und mich unterstützt haben. Vor allem an Axel und Torsten, die Opa an diesem Wochenende gut vertreten haben. Der war nämlich auf Kreuzfahrt unterwegs. Außerdem Danke an meine Freundin Christin, die immer mit dabei ist und sich das Ganze mit mir antut.

Als nächstes geht es in die Motorsportarena nach Oschersleben zum 4. IDM Lauf. Der letzte Besuch ist schon einige Jahre he rund ich bin gespannt wie es laufen wird.

Bis dahin & Ride On

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Konstante und solide Leistung auf dem Stadtkurs

Hallo Leute,

letztes Wochenende war es soweit und es ging auf den Stadtkurs ins saarländischen St. Wendel. Wie gewohnt waren viele Zuschauer vor Ort und das Wetter war dazu auch noch perfekt.

Die Tage vor dem Rennen hat es viel geregnet und so war am Freitag der Offroad auch noch sehr nass. Dank der fleißigen Helfer war die Strecke am Samstag morgen aber bereits gut fahrbar. Die beiden freien Training ging ich ruhig an. Seit St. Wendel bin ich auf Metzeler Reifen unterwegs. Das erste Fazit zum Reifen ist durchaus positiv und vor allem der gute Service hat mir gefallen. Die Fahreigenschaften änderten sich trotz des Wechsels von 16 auf 17 Zoll nicht allzu stark und mein Mototech Fahrwerk funktionierte auf Anhieb sehr gut.

Im Zeittraining konnte ich anfangs ein paar gute Runden fahren. Allerdings hatte ich ab Mitte der Distanz einfach keine freie oder fehlerfreie Runde mehr. Startplatz 19 war absolut nicht zufriedenstellend, aber in St. Wendel passiert in den Rennen erfahrungsgemäß immer eine ganze Menge.

So ging ich auch die beiden Rennen an. Hauptsache sitzen bleiben und sich aus allem raus halten. Der Start zu Rennen 1 sah aber gar nicht nach raushalten aus. Ich musste mich 2 mal anstellen und ging dabei jeweils fast zu Boden. Als 21. ging ich in Runde 1 in den Offroad. Konnte dann die nächsten 3 Runden gute Linien wählen, ein paar Leute überholen und fand mich schnell auf Platz 14 wieder. Dann profitierte ich noch von 2 Stürzen und schon war ich 12. Für mehr war der Speed nicht da. Zum Ende musste ich mich noch gegen Max Banholzer wehren. Aber obwohl er schneller war wusste ich, dass ich ihn halten kann, falls ich keinen Fehler mache. Und so war es dann auch.

Der zweite Durchgang war dann sehr ähnlich zum Ersten. Hier kam am Ende ein 13, Platz bei rum. Wie jedes Jahr waren einige schnelle Jungs aus der Schweizer Meisterschaft mit dabei. Abzüglich dieser waren das 2 mal die Plätze 10 und gute Punkte für die Meisterschaft.

In 2 1/2 Wochen geht es dann in Großenhain, meinem Heimspiel, weiter. Da steigt die Vorfreude jetzt schon 🙂

Bis dahin

#51

Runder Auftakt

Hallo Leute,

der Winter war lang. Sehr lang sogar. 2 Wochen vor dem ersten DM Lauf saß ich erst zum ersten mal auf dem Bike. Eine Woche später nochmal in Lichtenberg, aufgrund der Regenfälle aber ohne Offroad. Dementsprechend hatte ich nicht allzu viele Erwartungen an das erste Rennen. Aber immerhin kenne ich die Strecke in Harsewinkel mittlerweile im Schlaf, also wusste ich was auf mich zukommt.

Die freien Trainings ging ich mit alten Reifen noch sehr locker an. Ich wusste in etwa wie mein Speed sein wird und machte mich nicht verrückt. Vor dem Zeittraining wurde die Sandbahn etwas stark gewässert, wodurch die ersten Runden nur zum Einrollen dienten. Zum Ende hin konnte ich zwei gute Runden setzen und mich auf Platz 9 in der Startaufstellung platzieren.

Sonntag war das Wetter weiterhin super. Das Warm Up lief ruhig und ohne große Vorkommnisse. Also war ich recht zuversichtlich für die Rennen. Zwei mal sitzen bleiben und konstante Runden abspulen war mein Ziel.

Der Start zum ersten Lauf war dann ganz gut und ich konnte Platz 9 halten. Im weiteren Verlauf hatte ich ständig Druck von hinten. Vilhelmsen kam dann nach einigen Runden nach einem Verbremser meinerseits vorbei. Allerdings begann er im weiteren Verlauf noch einen Überholvorgang unter gelber Flagge und wurde 5 Plätze strafversetzt. Vorlicek fiel noch durch einen technischen Defekt aus und so konnte ich Platz 8 einfahren.

Im zweiten Lauf war ich nach dem Start auf Platz 10 und beendete diesen auch auf dem 10. Platz, hatte aber über die volle Renndistanz Druck von hinten. Zwischendurch bin ich einer langgezogenen Kurve über ein Abreißer gefahren und bekam sehr unruhige Bewegungen in mein Hinterrad. Das Gefühl war wie bei einem schleichenden Platten. Dadurch nahm ich die nächsten Kurven Tempo raus, um auf Nummer sicher zu gehen. Dabei verlor ich den Anschluss nach vorne und konzentrierte mich ab dort an nur noch auf das Verteidigen nach hinten. Alles in allem waren es 2 solide Läufe, auf die man aufbauen kann.

Am vergangenen Wochenende war ich noch in Großenhain zum Training und Anfang Juni geht es dann ins Saarland nach St. Wendel zum 2. Lauf der IDM Saison 2018.

Bis dahin Ride On

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Wunden lecken nach dem Finale

Hallo Leute,

letztes Wochenende stand das Finale zur IDM auf dem Harzring an. Dass ich einen guten Speed auf der Strecke habe wusste ich. So richtig in Ergebnisse konnte ich das Ganze noch nie umsetzen. Das wollte ich natürlich ändern.

Die freien Trainings ließ ich noch ruhig angehen und fuhr mich ein. Alles war bestens. Für die Rennen wollte ich mich am liebsten in die Zweite Startreihe stellen. Ich hatte das Gefühl, dass das möglich war. Die erste Zeit war dann mit einer 1:15,0 auch erstmal ein guter Grundstein. Ich wusste wo Luft war und fühlte mich gut. Leider stürzte ich dann im Offroad relativ stark, wodurch ich erstmal nicht ans weiter fahren denken konnte. Ich fuhr ziemlich angeschlagen raus und ließ es für den Samstag gut sein. Die Zeit war immerhin für Startplatz 12 gut und ich wusste, dass die Top 10 definitiv möglich waren. Ich hatte allerdings auch noch recht starke Schmerzen. Ein dicker Zeigefinger, eine offene und blaue Hüfte sowie ein offener und blauer Unterarm waren das Resultat vom Sturz.

In der Nacht zum Sonntag hatte es geregnet und der Offroad war recht pampig. Deshalb musste ich mein Befinden im Warm Up ohne Offroad testen. Es war okay, aber der Finger machte mir Sorgen, was den Offroad angehen würde. Der Start zu Lauf 1 war dann recht gut und ich fand mich nach der ersten Runde auf Platz 10 wieder. Konnte den Platz auch einige Runden halten und den Anschluss nach vorne halten. Leider machte ich einen kleinen Fehler im Offroad, musste kurz zu Boden und war dann ungünstig unter dem Motorrad eingeklemmt. Zudem fiel ich auf den dicken Unterarm, was auch nicht allzu angenehm war. Ehe ich wieder los kam hatte ich den Anschluss zur Gruppe verloren und rollte den Rest zu Ende. Platz 13 war nicht das was ich wollte.

Für den 2. Lauf war ich wieder vollends motiviert und war nach dem Start schon auf Platz 8, durch den Sturz von Vorli dann sogar auf Platz 7. Vor mir Peter Banholzer, hinter mit Albi. Ich konnte relativ gut an Banholzer dran bleiben, musste allerdings auch die Tür gegen Albrecht zu machen. Leider machte ich Ausgangs Offroad einen Fehler und kam in den Matsch, wodurch meine Slicks dreckig wurden. Daraufhin war ich in der ersten Links Kurve nach dem Offroad zu unvorsichtig und rutschte über das Hinterrad weg. Auf Platz 14 ging es wieder los für mich und ich war mega angefressen. Ich war auf Platz 7 und ein gutes Ergebnis zum Abschluss war immerhin möglich. Ich konnte mich noch auf Platz 11 vor arbeiten. Leider war dann auch schon das Rennen vorbei. Der Speed war gut und von den Rundenzeiten her war es definitiv möglich den 7. Platz zu halten.

Im Dreikampf mit Albrecht und Hitzenberger

Leider bestätigte es sich, dass ich meinen Speed am Harzring nicht in Ergebnisse umwandeln kann. Durch die schlechten Ergebnisse rutschte ich in der Tabelle auf Platz 11 ab und war somit nach dem letzten Rennen nicht mehr unter den Top 10. Saisonziel also knapp verfehlt. Das ärgert mich natürlich, aber ich bin der Meinung, dass ich zum Teil Fortschritte machen konnte und auf ein Tief mit guten Ergebnissen antworten konnte. Für nächstes Jahr braucht es mehr Konstanz und dann klappt es auch mit den Top 10.

Jetzt ist erstmal Winterpause. Mein letztes Semester an der Uni steht an und im März geht es an die Diplomarbeit. Ich hoffe natürlich, dass ich die komplette kommende  Saison fahren werde, aber der Studienabschluss geht erstmal vor.

An dieser Stelle auch ein großer Dank an alle, die mich unterstützen. Allen voran natürlich DANKE an Opa, ohne den alles nicht denkbar wäre.  Ein besonderer Dank zudem auch an Axel & Britta und an alle hinter dem Bergos Racing Team. Ihr seid die Besten.

Bis dahin

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